01.April 2015

Anbauschätzung: Mehr Soja und weniger Mais in den USA

Die Farmer in den USA werden den Sojaanbau für die kommende Saison ausdehnen. Am...

Die Farmer in den USA werden den Sojaanbau für die kommende Saison ausdehnen. Am Dienstagabend hat das US-Agrarministerium USDA neben den Quartalsbeständen die erste Flächenschätzung bezüglich der Anbaufläche 2015/16 veröffentlicht, die auf einer Umfrage von Farmern basiert.
Die Soja-Anbaufläche soll der Schätzung des USDA zufolge einen Rekordwert von 34,24 Mio. ha (84,6 Mio. Acres) erreichen und damit 1 Prozent über dem vergangenen Jahr liegen. 21 der 31 größten Soja produzierenden US-Bundesstaaten haben demzufolge ihre Fläche vergrößert, oder auf dem gleichen Niveau belassen, wie das USDA weiter mitteilte. 
Vor allem in den Top Sojaanbaustaaten Iowa, Arkansas und Ohio wird die Fläche weiter ausgedehnt in einigen großen Anbauregionen, wie Kansas und Nebraska wird ein Rückgang erwartet.
Einige Analysten hatte im Vorfeld eine noch höhere Ausdehnung der Sojafläche um ca. 2,5 % erwartet. Da die Erwartung allerdings zum Teil eingepreist ist und das USDA erfahrungsgemäß die Fläche in der ersten Schätzung eher konservativ bewertet, wurden keine allzu großen Auswirkung an der Börse erwartet.

Die größten Flächenwettbewerber im US-Anbau sind Mais und Sojabohnen. Als entscheidende Größe wird hier häufig das Verhältnis der Sojabohnennotierung zur Maisnotierung für die Kontrakte an der Börse in Chicago (CBOT), die nach der Ernte fällig werden, angeführt. Die Faustregel lautet, dass ein Preisverhältnis größer als 2,2 : 1 für eine Zunahme des Sojabohnenanbaus spricht. Das momentane Preisverhältnis liegt bei 2,4:1, was bereits darauf hindeutete, dass die Sojabohnenfläche im Vergleich zum letzten Jahr weiter ausgeweitet wird.

In den USA soll die Anbaufläche für Mais 2015 um 2 Prozent auf 36,02 Mio. ha (89,2 Mio. Acres) sinken. Damit würde die Anbaufläche für Mais damit im dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Es handelt sich außerdem um den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2010.
Die Anbaufläche für Weizen erwartet das USDA mit 22,26 Mio. ha (55,4 Mio. Acres) und damit einen Rückgang gegenüber 2014 von 3 Prozent. Im Einzelnen werde Winterweizen auf 16,19 Mio. ha (40,8 Mio. Acres) angebaut, was einen Rückgang von 4 Prozent bedeutet.

Lagerbestände höher als im Vorjahr

Die Lagerbestände hat das USDA für alle Produkte hoch gesetzt. Die Maisbestände sind 11 Prozent höher als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Die höheren Maisbestände waren letztlich der entscheidende Auslöser für die Kursrücknahme im Börsenhandel an der CBOT. Für Soja rechnet das USDA mit Lagerbeständen, die um 34 Prozent höher liegen als noch im März 2014. 
Die Weizenbestände veranschlagt das USDA um 6 Prozent über dem Vorjahreswert. 

An der Chicagoer Börse (CBOT) gaben die Kurse für Weizen und Mais deutlich nach, während die Sojabohnen Kursgewinne verbuchen konnten. agt Dow Jones

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