23.Mai 2017

EU-Saatenstand: Frost und Trockenheit drücken Rapsertrag

Ungünstige Wetterbedingungen haben inzwischen doch die Ertragsaussichten für...

Ungünstige Wetterbedingungen haben inzwischen doch die Ertragsaussichten für Getreide und Raps in der EU beeinträchtigt. Wie die Prognoseeinheit der EU-Kommission (MARS) am gestrigen Montag mitteilte, liegen die EU-weit erwarteten Durchschnittserträge zur Ernte 2017 bei Sommergerste und Raps inzwischen unter dem Fünf-Jahres-Mittel. Für Wintergerste und Weizen bleibt die Prognose allerdings oberhalb des Durchschnitts der letzten fünf Jahre.

Nach Ländern...

In Spanien leidet vor allem die Region Castilla y León, eines der wichtigsten Gerstenanbaugebiete, unter Trockenheit. Im Westen Frankreich verzeichnet Hartweizen einen anhaltenden Mangel an Regen. Ebenfalls Trockenheit sowie zu kalte Temperaturen haben das Wachstum von Weichweizen und Wintergerste in Nordfrankreich, Luxemburg und dem Süden Belgiens gebremst. Im April und Anfang Mai hat unüblich kaltes Wetter außerdem die Rapsblüte in Deutschland, Polen und Mitteleuropa behindert, schreiben die Analysten.

Nach Kulturen...

Für Weichweizen veranschlagen sie nun zur Ernte 2017 EU-weit einen durchschnittlichen Ertrag von 5,9 t/ha, das liegt immer noch leicht über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt (5,8 t/ha). Gerste soll insgesamt 4,8 t/ha erreichen, Wintergerste allein 5,7 t/ha, während die Prognose für Sommergerste mit durchschnittlich 4,06 t/ha um fast 4 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Mittel liegen soll. Für Körnermais werden derzeit EU-weit durchschnittlich 7,15 t/ha veranschlagt und damit etwas mehr als in der letzten halben Dekade.

Raps und Rübsen sollen in der Gemeinschaft im Schnitt 3,17 t/ha erreichen und damit um knapp 3 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Mittel liegen.

Die Maisaussaat ist EU-weit annähernd abgeschlossen. Während Spanien und Frankreich hier generell gute Bedingungen vermerkt haben, ist es in Deutschland und Polen zu Verzögerungen auf Grund von Kälte und umfangreichen Niederschlägen gekommen. Frostschäden an jungen Pflanzen werden aus Italien, Rumänien und Ungarn berichtet, allerdings in sehr kleinem Umfang.

In Deutschland...

Die Aussichten für die Rapserträge seien in Deutschland aufgrund der zwischenzeitlichen Kälteeinbrüche bestenfalls noch durchschnittlich, meldet MARS weiter. Das Ausmaß der Schäden durch die Frostnächte Ende April und Anfang Mai sei aber noch schwer abzuschätzen. In den meisten deutschen Regionen ist demnach inzwischen genügend Regen gefallen, mehr Niederschlag wird noch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland benötigt.

Bislang seien jedoch weder für die Raps-Saatenstände in Deutschland noch für die verschiedenen Getreidearten massive Probleme in Form von Krankheiten oder Schädlingsbefall vermerkt. agt Dow Jones

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