Die Schlachtunternehmen Tönnies und Westfleisch haben drastische Preissenkungen eingefordert, sodass die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am Mittwoch (7. Januar 2026) den Preis für Schlachtschweine um 0,15 auf 1,45 €/kg SG gesenkt hat. Die stark gesunkenen Schweinepreise und umfangreicheren Angebotsmengen bedingen in der neuen Schlachtwoche ab 7. Januar 2026 auch am Markt für Schlachtsauen einen Preisrückgang um 0,10 auf 0,70 €/kg SG. Das am Ferkelmarkt verfügbare Angebot entspricht im Wesentlichen der vorherrschenden Nachfrage. Über den Jahreswechsel hinweg blieb es bei einem unveränderten Ferkelpreis von 40 €/Stück.
Schlachtbranche muss einlenken
Nach dem Preisrutsch ab Oktober vergangenen Jahres verzeichnet die Branche eine erneute Preissenkung. „Wir haben zahlreiche Gespräche geführt, um die völlig überzogenen Forderungen der großen Schlachthöfe zu Preisnachlässen abzuwenden. Der sich abzeichnende, dramatische Einbruch der Schweinepreise ist für uns inakzeptabel und ungerechtfertigt. Die Schlachtbranche muss umgehend einlenken, um die Existenz der heimischen Schweinehaltung nicht weiter zu gefährden. Am Ende wird die Schlachtbranche die Konsequenzen selbst zu spüren bekommen", sagt Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) und selbst Schweinehalter.
