In den USA sind die jungen Sojapflanzen durch Nachtfröste gefährdet. Foto: Archiv

| Daphne Huber

Auf hohem Niveau fest

Feste Rohölnotierungen stützen den Ölsaatenkomplex. Saisonale Wartungsarbeiten verknappen das Angebot zusätzlich.

Das Rapsschrot notiert auf hohem Niveau mit abnehmender Tendenz zur neuen Ernte. Prompte Ware in Mannheim kostet am Montag, 4. Mai, rund 307 €/t. Am Niederrhein sind es 300 €/t. Hingegen ist neuerntige Ware um die 250 €/t zu haben. Wie in Deutschland und in der EU kommt es auch in den USA bei den Ölmühlen, die Sojabohnen verarbeiten, zu Wartungsarbeiten. Dies verknappt das Angebot an Schroten.

Die Sojabohnen-Futures an der Chicagoer Börse (CBoT) starten auch zum Wochenbeginn fester. Unterstützung kommt vom Sojaöl und dem Optimismus über eine starke Biokraftstoffnachfrage. Wetterrisiken durch Frost in den wichtigen Sojabohnenanbaugebieten in den USA unterstützen zudem die Kurse. Allerdings warnen Marktbeobachter vor den Folgen eines überkauften Marktes.

In Argentinien geht die Sojabohnenernte flott voran. Damit kommt es zu schwächeren Sojaschrotkursen. Argentinien gehört zu den größten Schrotherstellern weltweit.

Der europäische Biodieselmarkt ist hingegen fest gestimmt, untermauert von erneut steigenden Rohölpreisen und einem insgesamt eng versorgten Pflanzenölkomplex. Die Nordseesorte Brent notiert am Montag, 4. Mai, bei 110,80 US-$. Davon getragen sind auch die Rapskurse an der Euronext in Paris. Der neue Frontmonat August legt zum Wochenstart um 2,75 auf 523,75 €/t zu. Hohe Preise für Raps- und Sonnenblumenöl begrenzen die Margen, stützen jedoch zugleich das Preisniveau für Biodiesel und verhindern größeren Abgabedruck.