Eine tierwohlgerechte Haltung erfordert laufende Mehrkosten. Tobias Hase-StMELF

| Daphne Huber

Bayern zahlt weiter

Das Tierwohlprogramm BayProTier ist rege gefragt. Die Antragstellung startet am 1. Juni 2026.

Das bayerische Tierwohlprogramm „BayProTier“ geht in die nächste Runde: Ab dem 1. Juni 2026 können landwirtschaftliche Betriebe wieder Anträge stellen. Alle bisherigen Maßnahmen werden auch in diesem Jahr mit unveränderten Anforderungen fortgeführt.

Im laufenden Förderzeitraum 2025/26 unterstützt der Freistaat nach Angaben des Agrarministeriums in München die tierwohlgerechte Haltung für knapp 25.000 Sauen, rund 35.500 Ferkel, knapp 73.500 Mastschweine und gut 65.000 Rinder. Dafür stehen rund 15,6 Mio. € für 1.214 Betriebe bereit – rund 320 Betriebe und 3,5 Mio. € mehr als im Vorjahr.

Bestandsschutz ist notwendig

Bayern unterstützt den Umbau der Tierhaltung trotz angespannter Haushaltslage weiter. „Unser Programm gleicht die laufenden Mehrkosten moderner Tierwohlställe aus und wird von den Betrieben sehr gut angenommen", betont Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU). Kaniber macht sich ferner beim Bund für einen Bestandschutz von mindestens 20 Jahren bei genehmigten Stallbauten ein. „Wer mehrere hunderttausend oder sogar Millionen Euro in einen neuen Stall investiert, braucht Verlässlichkeit und keine ständig wechselnden Vorgaben", so die Ministerin.