Der Schlachtschweinemarkt zeigt zu Wochenbeginn keine grundlegende Veränderung. Die Vermarktung der schlachtreifen Schweine gelingt mit regionalen Unterschieden. Die weitere Preisentwicklung dürfte unverändert ausfallen.
Der europäische Schlachtschweinemarkt präsentiert sich zum Monatswechsel in einer weitgehend ausgeglichenen Verfassung. Während auf den mittel- und nordeuropäischen Märkten unveränderte Notierungen vorherrschen, zeigt sich im Süden und Westen der EU eine uneinheitliche Entwicklung.
Trotz des Starts der Grillsaison mit gewissen belebenden Effekten auf verschiedenen heimischen Märkten, ist der europäische Fleischmarkt insgesamt reichlich versorgt. Der Wettbewerbsdruck im globalen Handel setzt sich fort und beim Export von Schweinefleisch in Drittstaaten ist noch Luft nach oben. Der Bedarf der Schlachtunternehmen an schlachtreifen Schweinen lässt sich gegenwärtig zudem ausreichend decken.
In Spanien hingegen sinken die Schlachtgewichte hitzebedingt spürbar, so dass das Lebendangebot spürbar zurückgeht. Dieser saisonbedingte Angebotsrückgang sowie die Öffnung des philippinischen Marktes für spanisches Schweinefleisch stützen die Notierung deutlich, sodass diese leicht zulegen kann.
In Deutschland und Österreich machen sich saisonale Impulse mit dem Beginn der Grillsaison bemerkbar. Gleichzeitig bremsen die fehlenden Schlachttage der letzten Wochen die Vermarktungsmöglichkeiten und die Notierungen bewegen sich in beiden Ländern auf dem bestehenden Niveau seitwärts.
Ausstiegsprogramme und saisonbedingter Effekte
Das dänische Schlachtunternehmen Danish Crown sieht aktuell keine herausragenden Impulse im europäischen Fleischhandel. Zudem erschweren technische Probleme an einem Schlachtstandort die Marktlage. In der Summe wurde ein unveränderter Preis auf dem bestehenden Niveau festgestellt.
Ebenfalls stabil entwickelte sich die Notierung in den Niederlanden. Durch das Angebot an SB-Ware bei Grillartikeln fallen die klassischen Absatzspitzen zunehmend flacher aus, da sie sich über Lagerbestände ausgleichen lassen, kommentiert das Fachmagazin „Boerderij“. Aufgrund der Ausstiegsprogramme und saisonbedingter Effekte sei in den kommenden Wochen jedoch ein spürbar rückläufiges Lebendangebot in den Niederlanden zu erwarten.
Die französische Notierung stabilisiert sich trotz eines Streiks der Veterinärdienste und zurückliegender Feiertage. Leichte Preisrückgänge mussten die Schweineerzeuger in Belgien und Italien hinnehmen. Die italienische Notierung liegt dabei auf einem vergleichsweise hohen Preisniveau.
