Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken stieg im 1. Quartal 2026 um 6 Prozent im Vergleich zum Vergleichsquartal 2025 auf fast 5 Mrd. €. Wie der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) mitteilt, sei der Umsatz nicht nur preis-, sondern auch mengenbedingt gestiegen. Beliebte Einkaufsstätten von Bioprodukten sind die Drogeriemärkte, die ein Umsatzplus im 1. Quartal 2026 von 14 Prozent gegenüber Vorjahr erzielten. Damit erreichen die Drogeriemärkte einen Anteil am Bio-Gesamtmarkt von fast 13 Prozent. Die meiste Bio-Ware vertrieben die Discounter mit einem Anteil von 30 Prozent, gefolgt von den Vollsortimentern mit 29 Prozent, dem Fachhandel mit 17 Prozent und dem E-Commerce mit rund 5 Prozent. Die restlichen 6 Prozent verteilen sich auf Hofläden, Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte und Tankstellen. Umsatzbringer im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sind die Bio-Eigenmarken mit einem Plus von 12,5 Prozent.
Bioanteil liegt bei 12 Prozent
„Die derzeitige Preisexplosion bei Düngemitteln tangiert Bio-Landwirte nicht", erläutert BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres. Der Jahresumsatz mit Bio-Lebensmitteln lag 2025 bei 18,2 Mrd. € mit fast 400.000 Arbeitsplätzen. Der Bio-Anteil an der deutschen Agrarfläche liegt bei 11,7 Prozent; jeder siebte Hof in Deutschland wirtschaftet ökologisch. Deutschlands Nachhaltigkeitsziel sieht einen Anteil von 30 Prozent Öko-Landbau bis 2030 vor.
Butter, Brot und Kartoffeln verzeichnen Umsatzrückgänge
Zweistelliges Wachstum im Bio-Trockensortiment verzeichnen Fleischersatzprodukte, Mehl, Süßwaren, Eis, Tiefkühlkost, Feinkost, Fertigprodukte, Heißgetränke und Backwaren. Dagegen schreiben Bier und Spirituosen deutliche Rückgänge. Im Frischesortiment sind im ersten Quartal Eier und Fleisch jeweils am erfolgreichsten, vor allem durch Preiserhöhungen. Butter, Brot und Kartoffeln verzeichnen Umsatzrückgänge, teilt der BÖLW mit.
