Die geplante Obergrenzen von jährlichen Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe will der EU-Agrarkommissar in der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 umsetzen. Die EU-Kommission hat zur GAP im Juli 2025 vorgeschlagen, die Prämie soll für jeden zusätzlichen Hektar schrittweise abnehmen, wenn eine Grenze von 20.000 € Prämie pro Jahr überschritten wird. Die Obergrenze ist mit 100.000 € erreicht, dann sollen die Betriebe keine weiteren Zahlungen erhalten.
Mit dem eingesparten Geld können die EU-Mitgliedsländer in die Modernisierung, Wettbewerbsfähigkeit und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft investieren. Möglich wären auch finanzielle Unterstützungen von gezielten Investitionen – auch für große Betriebe. Andere Mitgliedstaaten könnten die Mittel ebenfalls dazu verwenden, Umweltleistungen zu honorieren. „Dies wird sicherlich ein Punkt sein, über den wir in den kommenden Monaten weiter diskutieren werden“, so Hansen.
Eine Kappung der Direktzahlungen lehnen besonders die ostdeutschen Großbetriebe ab. Sie fürchten um Arbeitsplätze und die Wirtschaftlichkeit. Schließlich sei jeder Hektar gleich, ob in Mitteldeutschland oder Bayern. Der Freistaat will vor allem die Zahlungen der ersten Hektare beibehalten.
