Deutschland zählt zu den EU-Ländern mit einer bis zuletzt weit über Vorjahr liegenden Milchanlieferung. Foto: toa555 -stock.adobe.com

| Markus Wolf

Das Überangebot schrumpft

Der Vorsprung der EU-Milcherzeugung zum Vorjahr ist zuletzt deutlich gesunken. Anlieferung in Deutschland 7 Prozent über Vergleichswert 2025.

Nach der noch unvollständigen Statistik der EU-Kommission lieferten die Milchviehhalter in 26 Mitgliedstaaten die für 90 Prozent der Gesamterzeugung stehen im Januar 11 Prozent mehr Milch an die Molkereien als im gleichen Vorjahresmonat. In dieser Rechnung fehlt noch Italien, dessen Milcherzeugung in den Monaten November und Dezember 2025 gut 3 beziehungsweise fast 9 Prozent über den entsprechenden Vorjahreswerten lag. 

Für den Februar wiederum weist die Datenreihe noch mehr Lücken auf, die sich neben Italien aber nur auf kleine Erzeuger beziehen. Demnach überstieg die Anlieferung in den bislang gezählten 21 Ländern (die auf 87 Prozent der Gesamtmenge kommen) den entsprechenden Vorjahreswert nur um fast 3 Prozent. 

Für Deutschland kommt die auf die Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zurückgreifende Datenreihe für Januar und Februar auf ein Plus zum Vorjahr von jeweils 7 Prozent. Das entspricht einer Mehrmenge in dem Zweimonatszeitraum von gut 350.000 t Rohmilch.