Der Weg für den Abschluss des EU-Freihandelsabkommens mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay ist frei: Bei einer Sitzung von Vertretern der 27 EU-Länder stimmten am heutigen Freitag, 9. Januar 2026, in Brüssel ausreichend viele EU-Staaten der geplanten Unterzeichnung des Abkommens zu, wie die Deutsche Presse Agentur berichtet. Die EU-Hauptstädte haben bis 17 Uhr Zeit, ihre Zustimmung schriftlich zu bestätigen, hieß es aus Brüssel. Der nächste Schritt ist die Billigung durch das Europäische Parlament.
Frankreich, Polen, Österreich, Ungarn und Irland stimmten gegen den Vertrag, während Belgien sich der Stimme enthielt, wie Diplomaten gegenüber Euronews erklärten.
Die Zustimmung entscheidender Staaten wie Italien wurde durch Zugeständnisse seitens der EU-Kommission an die europäischen Landwirte gesichert. Dabei geht es m um sinkende Düngerpreise, Sicherung gleicher Qualitätsstandards und die vorgezogene Auszahlungen von EU-Geldern. Kritikern gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. Sie fürchten die billige Konkurrenz aus Südamerika, wo Produkte teilweise unter erheblich niedrigeren Standards produziert werden können. Landwirte aus der ganzen EU hatten in den vergangenen Wochen gegen das Abkommen demonstriert.
Nach 25 Verhandlungsjahren wird die neue Freihandelszone mit mehr als 700 Mio. Einwohnern nach Angaben der EU-Kommission die weltweit größte dieser Art sein und soll ein Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump setzen
