Unter dem Namen Arla fusionieren der dänische Konzern und das deutsche DMK. Foto: Arla

| Charlotte Lea Bromm

Grünes Licht für Mega-Fusion

Arla darf ohne Auflagen mit der deutschen Genossenschaft DMK fusionieren. Das neue Unternehmen vereint mehr als 11.000 Landwirte.

Der dänisch-schwedische Branchenriese Arla übernimmt zum 1. Juni das Deutsche Milchkontor (DMK) mit Sitz im niedersächsischen Zeven und Bremen. Die EU-Kommission gab am gestrigen Donnerstag grünes Licht für den Zusammenschluss, den beide Unternehmen im vergangenen Jahr angekündigt hatten.

Die meisten DMK-Standorte befinden sich in Niedersachsen, weitere Betriebe in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg. Zu den DMK-Marken zählen Milram, Humana, Oldenburger, Osterland und die Babynahrungsmarke Alete.

Beide Genossenschaften kaufen jeweils Rohmilch von den ihnen angeschlossenen Landwirten und verarbeiten diese weiter. Hierbei seien beide Unternehmen bisher vor allem in Norddeutschland Konkurrenten, heißt es von der EU-Kommission. Arla sei als Genossenschaft jedoch zur Abnahme der Milch ihrer Landwirte zum einheitlichen Preis verpflichtet, unabhängig von ihrem Standort, was eine Preissenkung ausschließt.

Zusammen kommt das neue Unternehmen unter dem Namen Arla auf knapp 20 Mrd. € Jahresumsatz aus einem jährlichen Milchpool von 19,4 Mrd. kg. Der neue Hauptsitz ist das bisherigen Arla-Headquater im dänischen Viby.