Zu Wochenbeginn (28. September) steht ein gut ausreichendes Angebot an schlachtreifen Schweinen zur Verfügung, das sich mit vorausschauender Planung kontinuierlich vermarkten lässt. Die weitere Preisentwicklung zeigt aus heutiger Sicht seitwärts, teilt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit.
Nach dem Preisrückgang vor knapp zwei Wochen zeigt sich der europäische Schlachtschweinemarkt in der aktuellen Schlachtwoche ausgeglichen. Im überwiegenden Teil der EU-Mitgliedsländer bewegen sich die Notierungen seitwärts, während Spanien und Frankreich die Preiskorrekturen fortsetzen. Der europäische Markt steht weiterhin im Zeichen eines großen Angebots an Schlachtschweinen und Schweinefleisch. Die saisonal steigenden Schlachtzahlen treffen auf eine verhaltene Nachfrage innerhalb der EU und schwache Exportmöglichkeiten für Schweinefleisch. Gleichzeitig verschärft der Wettbewerb mit den günstigen Angeboten aus den USA, Brasilien und Russland die Situation auf den internationalen Absatzmärkten. Hohe Futter-, Energie- und Transportkosten verschärfen die angespannte Marktlage für die europäischen Erzeuger zusätzlich. In Deutschland stabilisierte sich die Notierung auf dem zuvor sehr stark abgesenkten Niveau.
Personelle Engpässe in der Fleischbeschau
Das Angebot bleibt umfangreich, während die Vermarktung weitgehend stetig verläuft. Eine spürbare Belebung des Fleischgeschäfts ist bislang nicht in Sicht. Auch in den Niederlanden zeigt sich eine Stabilisierung der insgesamt angespannten Marktlage. Die Fleischeinkäufer würden derzeit hart verhandeln, kommentierte das niederländische Portal Boerderij die aktuelle Situation. Schwierigkeiten bereitet in den Niederlanden aktuell ein personeller Engpass in der Fleischbeschau.
Trend zur Schwäche
Danish Crown hält den dänischen Auszahlungspreis auf dem im europäischen Vergleich sehr niedrigen Niveau stabil. Die Lage auf dem europäischen Markt bewertet das Unternehmen aufgrund des Überangebots an Fleisch als ernst. Der Überhang am dänischen Lebendmarkt nimmt unterdessen langsam ab. Der französische Markt sinkt infolge der schwachen Preisentwicklung der europäischen Mitbewerber. Die französische Notierung setzt den Trend zur Schwäche um korrigierte 7 Ct fort. Der spanische Lebendmarkt ist hingegen weiter knapp bis ausgeglichen versorgt. Die Schlachtgewichte steigen saisonbedingt, liegen aber noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Notierung sank in Spanien um korrigierte 3 Ct. Italien bildet eine Ausnahme im europäischen Marktumfeld. Die Preise steigen weiter, da das heimische Angebot aufgrund der hohen Temperaturen im Süden und aufgrund der durch die Afrikanische Schweinepest bedingten Seuchensituation nicht ausreicht.
