Die Angebote sind reichlich. Foto: contrastwerkstatt-adobe-stock.com

| Daphne Huber

Industrie deutet Abschläge an

Die Stabilität auf dem Schweinemarkt wackelt. Nacken ist zum Grillen beliebt und kann höhere Preise erzielen.

Die im Mai und Juni anstehenden kurzen Schlachtwochen erschweren die Vermarktung zusätzlich. In einigen Regionen wird entsprechend von einem stockenden Absatz, Mengenkürzungen und einem Überangebot berichtet. Gleichzeitig gibt es auch Regionen, in denen das Angebot an Schlachtschweinen eher knapp ausfällt und sogar festere Preise gefordert werden. Am Mittwoch hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) den Preis für Schweinefleisch bei 1,70 €/kg.Schlachtgewicht (SG) unverändert gelassen, doch könnte es nach den Feiertagen zu Kürzungen kommen. Die Industrie hatte zuvor gefordert, die Preisempfehlungen zu senken, berichtet die Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI).

In der letzten Aprilwoche fallen nach Angaben der AMI die Bestellungen von Schweinefleisch größer aus. Die Aussichten auf ein sonniges und für viele verlängertes Wochenende beleben den Handel mit Grillfleisch, dies gilt besonders für Nacken. Für dieses Teilstück werden höhere Forderungen aufgerufen. Ansonsten gibt es genügend Ware auf dem Markt, sodass die Preise bei den meisten Fleischteilen unverändert belassen werden. Aktuell kommt zudem vermehrt Ware aus den Gefrierlagern, meist aufgetaut und in marinierter Form, auf den Markt, so die AMI.