Die Verhandlungen um das Mercosur-Abkommen ziehen sich mittlerweile über 25 Jahre. Foto: lexiconimages - stock.adobe.com

| Markus Wolf

Italien stimmt zu

Die EU verspricht italienischen Landwirten mehr finanzielle Unterstützung. Im Gegenzug will Präsidentin Meloni dem Handelsvertrag zustimmen.

Die Ausgaben der EU für die italienischen Bauern sollen von 2028 bis 2034 steigen statt zu sinken, wie der Deutschlandfunk am Mittwochmorgen berichtet. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sagte in Folge dieser Zusicherung ihre Zustimmung zum Handelsabkommen ​mit ​Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zu.

Zusammen mit Frankreich hatte Italien im Dezember 2025 die Unterzeichnung des Abkommens verhindert. Auch Ungarn und Polen lehnten die Handelsvereinbarung ab. Die Staaten begründen die Verweigerung ihrer Zustimmung mit der Angst vor einer Flut günstiger Agrargüter aus dem Mercosur in die EU. Die Kommission benötigt eine Mehrheit von 15 EU-Mitgliedern, die mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten.

DBV wiederholt Kritik

Der Deutsche Bauernverband bekräftigte im Vorfeld des kurzfristig anberaumten EU-Agrarministertreffens in Brüssel zu einer finalen Abstimmung über das Mercosur-Abkommen seine Kritik an den geplanten Sicherheitsmaßnahmen, die Wettbewerbsverzerrungen zulasten der EU-Mitglieder verhindern sollen. DBV-Präsident Joachim Rukwied forderte am Dienstag (6. Januar) Bundeslandwirtschaftsminister Rainer dazu auf, sich für Verbesserungen im Agrarteil einzusetzen oder weitere wirksame Schutzklauseln einzufordern, um die deutsche Landwirtschaft vor einer Wettbewerbsverzerrung zu schützen.