Bayer startet mit dem britischen Mineralölkonzern bp eine Zusammenarbeit, um die Ölsaat Camelina (Leindotter) unter der Marke “newgold” für die Produktion von Biokraftstoffen zu vermarkten. Bayer hat den Biosprit auf Leindotter-Basis bereits in den Northern Plains der USA sowie in den kanadischen Regionen Süd-Saskatchewan und Süd-Alberta eingeführt. Dabei bringt bp seine Expertise in Kraftstoffe und Raffinerie ein, während Bayer seine Kompetenz in der Saatgutentwicklung sowie sein Netzwerk in der Landwirtschaft dazusteuert. Beide Unternehmen wollen mit dem Produkt einen Markt schaffen, um die wachsende Nachfrage für Biodiesel, erneuerbaren Diesel und nachhaltige Flugkraftstoffe zu bedienen. Bis 2040 erwarten Marktbeobachter fast eine Verdreifachung des Volumens auf etwa 150 Mrd. Liter Biosprit weltweit.
Flexibler Anbau im Sommer und Winter
„Die Kooperation mit bp ermöglicht es Bayer von der Produktion von Leindotter bis zum Absatz an der Tankstelle Landwirten eine sichere Abnahme zu ermöglichen. Das Camelina-Saatgut, das Bayer unter der Marke newgold vermarktet, schafft für Landwirte neue Einnahmequellen. Die Pflanze benötigt kaum Pflanzenschutz oder Dünger und kann sowohl im Frühjahr als auch im Winter angebaut werden. Sie ist winterhart, widerstandsfähig gegen vorzeitiges Aufplatzen der Schoten und resistenter gegen Dürre. Sie eignet sich für den Anbau auf brachliegenden oder wenig genutzten Flächen ebenso wie innerhalb klassischer Fruchtfolgen. Damit vermeiden Landwirte eine etwaige Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln. Der aus Camelina gewonnene Kraftstoff hat eine niedrigere CO2-Intensität als jener aus fossilen Quellen. Die Allianz mit bp folgt auf den Erwerb der kanadischen Camelina, den Bayer Ende Januar 2025 bekanntgegeben hatte. Das Unternehmen ist auf die Produktion von Leindotter spezialisiert.
