Die EU-Sojaernte dürfte 2026 leicht zulegen. Quelle: UFOP

| Markus Wolf

Mehr Sojabohnen in der EU

Für die diesjährige Ernte an Hülsenfrüchten in der EU zeichnet sich ein Ergebnis auf Vorjahresniveau ab. Zuwächse bei Sojabohnen und Süßlupinen gleichen Rückgänge bei Futtererbsen und Ackerbohnen aus.

Die EU-Kommission erwartet für 2026 eine Ernte von gut 7 Mio. t Hülsenfrüchten. Das wären 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) vorrangig auf eine leichte Reduzierung der Anbaufläche zurückzuführen, denn die Erträge werden im Mittel bislang knapp über Vorjahresniveau taxiert.

Vor allem Futtererbsen werden mit 2,3 Mio. t und einem Minus von voraussichtlich 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weniger gedroschen, so die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Auch die Ernte von Ackerbohnen dürfte mit 1,4 Mio. t rund 3 Prozent kleiner ausfallen. Mit 2,8 Mio. t und einem Anteil von 40 Prozent an der gesamten Leguminosenernte bleibt die Sojabohne die wichtigste Hülsenfrucht in der Staatengemeinschaft. Aufgrund einer größeren Anbaufläche wächst die Sojaernte um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erzeugung von Süßlupinen erreicht den Prognosen zufolge mit fast 490.000 (Vorjahr: 419.000) t einen neuen Rekordwert.