Die Osterferien halten die Nachfrage stabil. Foto: Foto: Archiv

| Daphne Huber

Niederlande verlieren im Export

Das Angebot findet nach Ostern seine Käufer. Die Notierungen bleiben unverändert.

Im Vorfeld der Feiertage bestätigten die Schlachtunternehmen ein stetiges Kaufinteresse, schlachtreife Schweine konnten zügig vermarktet werden. In der vorletzten Woche wurden knapp 769.000 Schweine geschlachtet, die Schlachtgewichte gingen leicht zurück.

Der Schlachtschweinemarkt startet trotz der zuletzt fehlenden Schlachttage ausgeglichen in die verkürzte Arbeitswoche nach Ostern. In den kommenden Tagen dürfte sich zeigen, wie groß der Auffüllbedarf an Fleisch im Lebensmitteleinzelhandel ausfällt, teilt die Interessengemeinschaft Deutscher Schweinehalter (ISN) mit. In der Auktion der ISN-Internet-Schweinebörse am Mittwoch (8. April 2026) zeigte sich ein gutes Kaufinteresse an den angebotenen Partien zu einem Durchschnittspreis, der 3 Cent über dem aktuellen Notierungsniveau liegt. In der neuen Schlachtwoche dürfte es bei einem stabilen Schlachtschweinepreis bleiben, so die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG). Zuletzt stagnierte der Schweinefleischpreis bei 1,70 €/kg Schlachtgewicht (SG). Am deutschen Ferkelmarkt findet das verfügbare Angebot weiterhin vollständig seine Käufer. In der Woche nach Ostern bleibt es bei stabilen Ferkelpreisen von 58 €/Stück. Nach dem Osterfest entwickelt sich die Lage am Markt für Schlachtsauen ausgeglichen, sodass es der VEZG zufolge bei stabilen Preisen von 0,93 €/kg SG bleiben dürfte.

Italien setzt Aufwärtstrend fort

Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der laufenden Schlachtwoche weitgehend stabil. Rund um die Ostertage wird die Marktlage in den meisten EU‑Ländern als ausgeglichen beschrieben. Eine Ausnahme bildet Italien, wo die Notierung ihren Aufwärtstrend fortsetzt (siehe dazugehörige Datei unten).

In weiten Teilen Europas stehen Angebot und Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen im Gleichgewicht. Durch die Osterfeiertage entfallen in den meisten Ländern bis zu zwei Schlachttage. Am Fleischmarkt kann die bestehende Nachfrage dennoch problemlos gedeckt werden. Marktteilnehmer hatten bis zuletzt auf eine spürbare Belebung gehofft.

In Spanien legte der Preisanstieg der Vorwochen feiertagsbedingt eine Pause ein, sodass sich die Notierung auf dem erreichten Niveau stabilisierte. Die korrigierte spanische Notierung bleibt weiterhin Spitzenreiter im Preisgefüge der fünf größten EU‑Mitgliedsländer.

Großes Angebot in den Niederlanden

In den Niederlanden fällt das Angebot an schlachtreifen Schweinen umfangreicher aus als erwartet. Gründe sind gute Tageszunahmen sowie der massive Rückgang der Ferkelexporte nach Spanien infolge des dortigen Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Auch in Sachsen hat es vor Kurzem einen neuen ASP-Ausbruch gegeben. Daher verliert der Freistaat seinen Status “ASP-frei”. Die niederländische Vion bewertet die Marktlage insgesamt als unverändert. Auch der Schweinepreis von Danis in Belgien entwickelte sich stabil.

Am unteren Ende des europäischen Preisgefüges bleibt die dänische Notierung, die ebenfalls unverändert fortgeführt wird. Das Schlachtunternehmen Danish Crown berichtet von einer steigenden Nachfrage nach knochenloser Ware, während Produkte mit Knochen aufgrund der feiertagsbedingt geringeren Nachfrage in der Verarbeitung weniger gefragt sind.

Am österreichischen Markt pendelte die Nachfrage bereits vor Ostern zurück. Aufgrund eines begrenzten Lebendangebots festigte sich die Notierung.