BMLEH-Staatssekretär Markus Schick (l.I und Aidarbek Saparow, Agrarminister in Kasachstan wollen den Agrarhandel intensivieren. Foto: BMLEH

| Daphne Huber

Öko-Getreide aus Kasachstan

Mit Kasachstan kommt ein weiteres Land hinzu, mit dem Deutschland den Handel ausbaut. Die Nachfrage nach Landtechnik steigt.

Der deutsche Staatssekretär im Bundesagrarministerium (BMLEH), Markus Schick und der Landwirtschaftsminister der Republik Kasachstan, Aidarbek Saparow, wollen die Zusammenarbeit beider Länder im Agrar- und Ernährungssektor vertiefen und die Forschungskooperation auszubauen. In einer Absichtserklärung haben die Politiker in dieser Woche vereinbart, die wirtschaftlichen Interessen im Agrarpolitischen Dialog in den Blick zu nehmen. Die Unterzeichnung fand im Rahmen des Besuchs von Staatspräsident Qassym-Schomart Tokayew, in Berlin statt. Staatssekretär Schick wolle nach eigenen Worten künftig die Privatwirtschaft stärker in den Handel einbinden und mehr auf regionale Zusammenarbeit setzen. 

Wissenstransfer und digitale Lösungen

Kasachstan ist aufgrund seiner Getreideexporte einer der bedeutendsten Agrarproduzenten Zentralasiens. Für das laufende Wirtschaftsjahr 2026/27 schätzt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) eine Weichweizen-Produktion von 15 (Vorjahr: 19) Mio. t. Kasachstan könnte laut USDA in diesem Vermarktungsjahr rund 9,5 Mio. t exportieren, 2025/26 waren es 11,5 Mio. Weizen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage im Land nach Agrartechnik, Wissenstransfer und digitalen Lösungen. Für die deutsche Lebensmittelindustrie ist Kasachstan ein Lieferant von Haselnüsse, Pistazien und Sultaninen. Deutschland ist Hauptabnehmer von Bio-Ölsaaten und Bio-Getreide.