Die Anlieferungsmengen von Milch entwickeln sich je nach Grundfutterverfügbarkeit uneinheitlich. Foto: Stockbusters - stock.adobe.com

| Charlotte Lea Bromm

Päckchenbutter dreht aufwärts

Die Pulvernotierungen gehen ebenfalls bergauf. Niederschläge verbessern die Futtersituation und sorgen für einen ausreichend versorgten Markt.

Auch in dieser Woche verbucht Päckchenbutter an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten ein Plus: Das untere Spannenende zieht um 5 Cent an und schiebt die Notierung auf 4,35 bis 5,00 €/kg. Die Marktlage bei Blockbutter ist abwartend, Ware geht für unverändert 4,15 bis 4,25 €/kg in den Markt. Mit Blick auf den kommenden Monat erwartet die Börse durch das Backgewerbe eine Belebung des Geschäfts. Im Export bleiben die Anfragen überschaubar, da US-Anbieter derzeit zu niedrigeren Preisen am Markt auftreten.

Milchpulver klettert dagegen in allen Segmenten: Der Preis für Vollmilchpulver steigt auf 3,88 bis 3,98 €/kg, ein Plus von je 3 Cent. Das Angebot ist hier begrenzt, gleichzeitig bleibt der Bedarf verhalten. Magermilchpulver in Lebensmittelqualität notiert bei 3,25 bis 3,33 und damit um 5 Cent am oberen und 6 Cent am unteren Rand teurer. Ware in Futtermittelqualität schreibt an beiden Enden der Preisspanne ein Plus von 5 Cent und wird für 3,11 bis 3,16 €/kg gehandelt. Am Markt für Magermilchpulver ist die Aktivität insbesondere im langfristigen Geschäft hoch. In der Berichtswoche schlossen Händler umfangreiche Kontrakte ab, wobei vor allem der Export für Impulse sorgt. Für die kommende Zeit erwartet die Börse in Kempten eine weitere Befestigung. Einen nennenswerten Preisrutsch verbucht in dieser Woche der “Allgäuer Emmentaler” aus Rohmilch. Der Käse notiert bei 7,30 bis 7,90 €/kg und verliert damit um 40 Cent am unteren und 65 Cent am oberen Rand.

Anlieferungen stagnieren

Saisonbedingt ist die Milchanlieferung in Deutschland in weiten Teilen rückläufig. Aufgrund der regional unterschiedlichen Witterung melden einige Gebiete stagnierende Mengen. Während sich die Futtersituation durch Niederschläge zum Ende des Sommers regional etwas verbessert hat, bestehen in anderen Teilen Deutschlands weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Futtergrundlage wegen der Trockenheit. Die weitere Entwicklung der Anlieferung in den kommenden Wochen und Monaten bleibt daher abzuwarten. Derzeit steht noch ausreichend Milch zur Verfügung, heißt es aus Kempten.