Mit mehr als 62 Mio. t könnten Landwirte 2026/27 weltweit rund 10 Prozent mehr Sonnenblumenkerne ernten als in der vorherigen Saison. Das zeigen Berechnungen des Internationalen Getreiderates (IGC). Die russische Erzeugung erreicht in der Fläche voraussichtlich ein Plus von 8 Prozent. Die anhaltend rege Nachfrage nach Sonnenblumenprodukten im In- und Ausland führte innerhalb von 10 Jahren zu einer Ausdehnung der Anbaufläche um 70 Prozent. Infolge der überwiegend günstigen Vegetationsbedingungen in Russland schätzt der IGC die Produktion auf einen Spitzenwert von 21,0 Mio. t (Vorjahr 17,5 Mio. t).
Die Erzeuger in der Ukraine steigerten die Erzeugung um rund 11 Prozent auf 13,5 Mio. t. In Argentinien hat die Aussaat begonnen. Bei unveränderter Erntefläche und trendüblichen Erträgen dürfte die Produktion nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft wie im Vorjahr 7,5 Mio. t erreichen.
Mit Blick auf den Anpassungsbedarf an den Klimawandel sieht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) im Anbau von Sonnenblumen in Deutschland eine zunehmend interessante Alternative zur Erweiterung der Fruchtfolge. Die Sonnenblume benötigt weniger Stickstoff als Winterkulturen und toleriert Trockenphasen. Die UFOP erwartet bei diesem Merkmal weitere Züchtungsfortschritte, um die Wettbewerbsstellung der Sonnenblume in Fruchtfolgesystemen zu verbessern.
