Frischluft und Weide gehören zum neuen ITW-Programm. Foto: Meiners

| Charlotte Bromm

Regelmäßige Fortbildung ist Pflicht

Die Initiative Tierwohl (ITW) führt zum 1. Juni 2026 die neuen Programme „Frischluftstall“ und „Auslauf/Weide“ für die Rindermast ein. Der Preisaufschlag ist frei wählbar.

Neben dem bewährten Programm „Stall plus Platz“ (Haltungsform Stufe 2) können Rindermastbetriebe nun auch an den Programmen „Frischluftstall“ (Haltungsform Stufe 3) und „Auslauf/Weide“ (Haltungsform Stufe 4) teilnehmen, teilt die ITW mit. Die neuen Programme bauen auf den bekannten Grundanforderungen der ITW auf wie eine intensivierte tierärztliche Bestandsbetreuung, die Sauberkeit der Tiere sowie eine regelmäßige Fortbildung. Zudem wird zukünftig in den Grundanforderungen das Kriterium „Scheuermöglichkeiten“ aufgenommen. Ergänzend kommen Anforderungen hinzu, wie ein noch höheres Platzangebot, Außenklimareize oder ein ständiger Zugang zu Auslauf oder Weide. Voraussetzung für die Teilnahme an allen Programmen bildet eine QS-Lieferberechtigung.

Höhere Aufpreisempfehlungen 

Für die Programme „Frischluftstall“ und „Auslauf/Weide“ gibt es keine Empfehlungen zur Höhe des Preisaufschlags. Diese werden frei zwischen den Marktbeteiligten verhandelt. Für das Programm „Stall plus Platz“ bleiben die Aufpreisempfehlungen vorerst bestehen. Zum 1. Juni 2027 erhöhen sie sich allerdings von 10,7 auf 12,83 Cent/kg Schlachtgewicht (SG), wenn bei den Grundanforderungen die Scheuermöglichkeiten umzusetzen sind.

„Mit den neuen Programmen für die Rindermast übertragen wir das bewährte ITW-Prinzip der aufeinander aufbauenden Tierwohlstufen konsequent auf eine weitere Tierart“, erklärt Robert Römer, Geschäftsführer der ITW. „Wir bieten Rindermästern damit ein verlässliches und praxistaugliches System, das sowohl den komplexen Anforderungen des Marktes als auch den Erwartungen von Handel und Verbrauchern gerecht wird.“