Der Rhein im Sommer 2026. Foto. Werthwein

| Daphne Huber

Rekordtief in Köln

Der Pegelstand des Rheins ist mit 40 cm so niedrig wie noch nie. Lkw können weiterhin montags fahren.

Nordrhein-Westfalen verlängert die Ausnahme vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot bis Ende Oktober, wie das Umweltministerium in Düsseldorf mitteilt. Sie gilt weiterhin für Beförderungen und Leerfahrten, die unmittelbar oder mittelbar mit den Folgen des Niedrigwassers der deutschen Binnenwasserstraßen zusammenhängen. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die Ausnahmegenehmigung in diesem Sommer bereits einmal bis Ende September verlängert. Für die kommenden Tage werden am Rhein weiter sinkende Wasserstände erwartet. Am Montag (28. September) betrug der Wasserstand in Köln 40 cm, so niedrig wie noch nie. Der Kauber Pegel hat den Stand von 0 cm erreicht.

Düngemittel-Transporte zu den Seehäfen umgeleitet

Binnenschiffe können deshalb nur einen Teil ihrer üblichen Ladung aufnehmen. Ohne die Ausnahme drohen nach wie vor Produktionsstopps und unterbrochene Lieferketten. Düngemittel können derzeit kaum zum Großhandel mit dem Schiff gelangen. Stattdessen werden die Partien auf Läger an den Seehäfen beispielsweise in den Niederlanden und Belgien umgeleitet. Die Linienreederei MSC hat aufgrund der Wasserstände am Rhein “Force Majeure” ausgerufen und verlangt ab sofort Niedrigwasserzuschläge für Transporte zwischen Antwerpen und Rotterdam in Richtung Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Sie gelten für Transporte, die über den Rhein abgewickelt werden und ausschließlich per Binnenschiff oder per Lkw und Binnenschiff laufen. So liegt der Zuschlag für einen 20-Fuß-Container, der den Pegel Kaub passieren muss, derzeit bei 1.350 €, berichtet agrarheute.