Die Milchmengen sind bis zum Jahreswechsel auf hohem Niveau geblieben. Foto: Mulderphoto - stock.adobe.com

| Charlotte Lea Bromm

Ruhiger Jahresstart

Der Butterpreis steigt bei guter Nachfrage. Die Auszahlungen für flüssigen Rohstoff sind weiter ruinös.

Mit 4,10 bis 4,50 €/kg notiert die Süddeutsche Butter- und Käsebörse in Kempten den Preis für Blockbutter mit einem Plus von 5 Cent am unteren und 20 Cent am oberen Ende der Spanne im Vergleich zur letzten Notierung am 17. Dezember 2025. Der Preis für kontraktgebundene Päckchenbutter lag am Mittwoch (7. Januar 2026) unverändert bei 3,65 bis 4,85 €/kg.

Die Milchanlieferung in Deutschland bewegt sich weiterhin deutlich über der Vorjahreslinie. Laut Schnellberichterstattung der Zentralen Milchmarktberichterstattung erfassten deutsche Molkereien in der 50. Kalenderwoche 2025 gut 1 Prozent mehr Milch als in der Vorwoche. Der Zuwachs gegenüber der Vorjahreswoche hat sich damit auf 7,7 Prozent erhöht. Auch in den Folgewochen ist das Milchaufkommen laut Aussagen aus Molkereikreisen hoch geblieben. 

Die Preise für flüssigen Rohstoff setzen den seit September bestehenden Abwärtstrend fort. Teilweise bekommen Kälber die Milch, die eigentlich verkauft werden sollte. Bei einer Auszahlung von 37 Cent/l ist es günstiger, sie zu verfüttern, anstatt Milchpulver zu geben, erfuhr das NDR-Nordmagazin bei einem Besuch bei der Agrargenossenschaft in Lindenberg. Bei konstant laufenden Kosten werden Landwirte ihre Milch nur noch unter Wert los, das führt zu ernsthaften Existenzängsten.

Ruhiger Milchpulver-Markt

Für Vollmilchpulver notiert die Börse in Kempten ab Werk einen Preis von 2,95 bis 3,08 €/kg ohne Veränderung gegenüber dem 17. Dezember 2025. Magermilchpulver in Lebensmittelqualität wurde ebenfalls unverändert für 1,95 bis 2,13 €/kg gehandelt. Für Ware in Futtermittelqualität lag die Notierung bei 1,80 bis 1,82 €/kg. Die Lage am Markt für Magermilchpulver ist feiertagsbedingt ruhig. Teilweise sind die Marktbeteiligten noch nicht aus den Weihnachtsferien zurückgekehrt. Über die Feiertage wurden umfangreiche Mengen an Magermilch getrocknet, die zum Teil für bestehende Aufträge benötigt worden sind. Bis unmittelbar vor den Feiertagen hat weiteres Kaufinteresse bestanden.