Am Donnerstag ging es mit dem Erntemonat August für Raps an der Euronext in Paris schon wieder abwärts – um 2,50 auf 466,25 €/t. Am Mittwoch folgten die Kurse einer Aufwärtsbewegung an der Chicagoer Börse. Die Sojabohnen stiegen am Mittwoch (2. Juli 2025) um 23,75 auf 1.053,50 Cent/bushel (umgerechnet 329 €/t).
Grund für die kurzfristige Kurssteigerung könnten Medienberichte über eine mögliche Einigung im Zollstreit zwischen der US-Regierung und China sein. Darüber hinaus haben die USA Lieferverträge über Sojabohnen mit Vietnam geschlossen, was den Export ankurbeln könnte.
Am Donnerstag haben die Niederschläge nach der Hitzewelle die Gemüter wieder abgekühlt. Gegenüber der Vorwoche ist der Augustkontrakt um rund 18 auf nunmehr 466 €/t gesunken. Druck kommt vom Rohölmarkt, nachdem sich der Konflikt im Nahen Osten zuletzt wieder etwas beruhigt hat, teilt proteinmarkt.de mit.
Kursrückgang in Deutschland
Im Einklang mit den rückläufigen Rapsnotierungen geht es auch auf Großhandelsebene abwärts. Franko Niederrhein sind Ende Juni bei unverändertem Aufgeld für Partien zur Lieferung ab Juli mit 488 rund 8 €/t weniger möglich als noch in der Vorwoche. Deutlich zurückgenommen wurden dagegen die Prämien für Partien franko Hamburg. So sind hier zur Lieferung ab Juli mit 473 €/t rund 11 €/t weniger im Gespräch als noch in der Vorwoche. Partien zur Lieferung ab September vergünstigen sich um 13 auf 475 €/t.
Kurzfristige Verkaufsentscheidungen
Am Kassamarkt hat sich die Nachfrage nach Rapskontrakten mit dem kurzfristigen Kursanstieg spürbar belebt, wobei es auch zu einer Reihe von Abschlüssen kam. Die zwischenzeitlich erreichten Preisniveaus wurden von einigen Erzeugern zur Vermarktung genutzt. Regional liegt die Vermarktungsquote bereits bei 25 bis 40 Prozent. Aktuell haben sich die Erzeugerpreise für Raps der Ernte 2025 wieder auf durchschnittlich 466,10 €/t eingependelt. In der Vorwoche waren mit 462,40 €/t noch etwas weniger im Gespräch. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 445 bis 500 €/t. Die Preisdynamik bleibt volatil, was kurzfristige Vermarktungsentscheidungen besonders anspruchsvoll macht. Raps der Ernte 2024 spielt kaum noch eine Rolle. Hier sind im Bundesdurchschnitt mit 483,50 €/t und damit rund 4,30 €/t weniger möglich.
