In Sachsen ist in den Königshainer Bergen im Landkreis Görlitz erneut ein Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem verendeten Wildschwein nachgewiesen worden. Der Freistaat galt seit dem 5. Februar 2026 als ASP-frei, nachdem der letzte Fall genau ein Jahr zurücklag und die EU-Kommission daraufhin die Aufhebung der Restriktionszonen genehmigt hatte.
Sofortmaßnahmen umgehend eingeleitet
Laut Gesundheitsministerium in Dresden wird nun geprüft, ob es sich um einen Neueintrag handelt. Das Landestierseuchenbekämpfungszentrum der Landesdirektion Sachsen hat die Arbeit wieder aufgenommen und erste Sofortmaßnahmen veranlasst. Kadaversuchhundegespanne sowie Drohnen wurden mit einer intensiven Fallwildsuche beauftragt. Der Rückbau der Zäune im Umkreis von zehn Kilometern um den Fundort wurde gestoppt. Zudem wird geprüft, ob und in welchem Radius neue Zäune errichtet werden müssen.
Die für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerin Petra Köpping erklärte, der erneute Fall treffe Sachsen hart, jedoch nicht unvorbereitet. Man beginne nicht bei null: In den letzten fünfeinhalb Jahren habe man viel Erfahrung im Umgang mit dieser Tierseuche gewonnen. Auch wenn sich an der grundsätzlichen ASP-Situation in Deutschland durch den erneuten ASP-Fall beim Wildschwein in Sachsen nichts geändert habe, sei er für die Schweinehalter in der Region ernüchternd und bitter, teilte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit.
