Niederschläge und Windböen haben Getreidebeständen zugesetzt. Foto: Vereinigte Hagel

25.000 ha verwüstet

Starkregen und Hagel haben Schäden bundesweit in landwirtschaftlichen Kulturen angerichtet. Die Gewitterlage bleibt in den kommenden Tagen kritisch.

Die schweren Hagel- und Starkregenereignisse vom 29. bis 31. Mai 2026 haben in den westlichen Landesteilen erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen verursacht. Besonders betroffen sind das Tecklenburger Land mit Schwerpunkten in Rheine und Hörstel sowie das Rheinland vom Kreis Euskirchen über den Rhein-Sieg-Kreis bis in das Kölner Stadtgebiet. Zu den am stärksten betroffenen Orten zählen unter anderem Zülpich, Weilerswist, Bornheim und Niederkassel. 

Nach ersten Einschätzungen geht die Vereinigte Hagel in den genannten Schadengebieten derzeit von rund 10.000 ha geschädigter Fläche aus. Etwa ein Drittel der Schäden entfällt auf das Tecklenburger Land, rund zwei Drittel auf das Rheinland. 

Schäden entlang der Donau

Weitere punktuelle Schäden wurden im süddeutschen Raum entlang der Donau gemeldet, insbesondere in Lauingen und Dillingen sowie im Landkreis Straubing-Bogen mit Schwerpunkt Oberschneiding. 

Bundesweit sind nach ersten Schätzungen insgesamt etwa 15.000 bis 20.000 ha landwirtschaftliche Fläche von den Unwettern betroffen. Zu den geschädigten Kulturen zählen Getreide, und Zuckerrüben. Darüber hinaus verzeichnet die Vereinigte Hagel in Gießen zahlreiche Schäden an Ölfrüchten und Strauchbeeren.

Die Sachverständigen seien vor Ort im Einsatz, um die Schäden zu regulieren. Angesichts des angekündigten Wetterumschwungs dürfte die Schadensaison 2026 in den kommenden Tagen weiter an Dynamik gewinnen, teilt die Versicherungsgesellschaft mit.