Die Rapsernte in der EU-27 schätzt der europäische Agrarhandelsverband (Coceral) für das laufende Wirtschaftsjahr 2026/27 auf rund 19 Mio. t. Das sind rund 1,5 Mio. weniger als im Vorjahr. Nach den hohen Erträgen des Vorjahres rechnet Coceral 2026 mit durchschnittlichen Flächenerträgen in Höhe von 3,1 (Vorjahr: 3,5) t/ha. Ausdrücklich weist der Verband darauf hin, dass die europäischen Landwirte die Rapsanbaufläche in diesem Jahr von 6,1 Mio. auf 6,5 Mio. ha ausgeweitet haben. Die Schäden durch die Hitzewelle fielen bei Raps zudem geringer aus als bei anderen Kulturen wie Weizen und Mais. Dafür haben besonders in Deutschland die fehlenden Beizmittel zu einem erhöhten Befall von Rapsschädlingen wie dem Rapserdfloh und der Kohlfliege geführt. Für Deutschland gibt Coceral eine Erntemenge von 3,6 (3,9) Mio. t bekannt.
Die EU-Sonnenblumenernte schätzt der Branchenverband auf 5,2 (4,7) Mio. t. Deutschland hat auf der um 3 Prozent ausgeweiteten Fläche mit 145.000 (148.000) t Sonnenblumenkernen in diesem Jahr weniger erzeugt als im Vorjahr. Dies dürfte auf den Wassermangel im Dürresommer zurückzuführen sein. Spitzenreiter in der EU-27 ist Rumänien mit einer geschätzten Produktion von 13,8 (11) Mio. t. Bei Sojabohnen kommt die EU-27 auf 2,6 (3) Mio. t und verfehlt damit das Vorjahresergebnis.
