Die beiden Männer im Alter von 46 und 41 Jahren stammen aus Polen und stehen im Verdacht, die Tiere im Zeitraum von März bis Mai 2026 in Viehtransportern nach Polen gebracht zu haben. Möglicherweise etikettierten sie die Rinder um und meldeten sie neu an. Am vergangenen Donnerstag, 17. September durchsuchten Ermittler der speziell eingerichteten Ermittlungsgruppe „Weide“ Gebäude in der Woiwodschaft Lebus im Landkreis Sagan, wo sie mehrere gestohlene Rinder sowie Beweismittel fanden. Zur Identifizierung der gefundenen Tiere glichen Amtstierärzte aus Deutschland und Polen Haarproben mit deutschen Datenbanken ab.
Gegen den in Brandenburg festgenommenen 46-jährigen Beschuldigten erließ das Amtsgericht Cottbus Ende vergangener Woche einen Haftbefehl. Der in Polen verhaftete 41-Jährigen sitzt in Untersuchungshaft.
Die Brandenburgische Agrarministerin, Hanka Mittelstädt, dankte den Polizeibehörden für diesen Ermittlungserfolg. „Das ist für alle Tierhalter und den ländlichen Raum eine sehr gute Nachricht. Die Rinderdiebstähle haben die Betriebe emotional und wirtschaftlich hart getroffen, und die verstärkten Kontrollen haben Wirkung gezeigt“, so Mittelstädt.
