Landwirte hoffen sehnlichst auf Mairegen. Foto: da

| Daphne Huber

Trockenheit spitzt sich zu

Die anhaltende Spannung im Iran-Konflikt und Wetterprognosen bestimmen den Kursverlauf. Bei den Erzeugerpreisen neue Ernte geht es aufwärts.

Brotweizen am deutschen Kassamarkt erreicht fast 172 €/t. Die Futtergerste ist mit 167 €/t knapp angeboten und Händler suchen Ware für den Export.

Hingegen werden beim Weizen immer noch Mengen in der Landwirtschaft vermutet. Verbessert haben sich die Vermarktungschancen für neuerntigen Weizen. Die Mischfutterindustrie in Südoldenburg ruft für den Futterweizen neue Ernte rund 226 €/t auf, das sind fast 10 €/t mehr als noch vor einer Woche.

Am heutigen Donnerstag, 30. April 2026, ist der Mai-Kontrakt an der Euronext mit einem Höchststand von 540 €/t ausgelaufen, zwischenzeitlich kam es zu Notierungen oberhalb von 600 €/t. Hier kam es zu Glattstellungen, weil Fondgesellschaften ihre Longpositionen aufgelöst haben.

Ertragssorgen in Osteuropa

Die Rapsbestände stehen bundesweit in voller Blüte. Berater loben die gesunden Bestände, gestützt durch milde Temperaturen. Allerdings könnte der Ostwind nun die Trockenheit verstärken. Besonders hohe Niederschlagsdefizite gibt es in Nord- und Osteuropa. Dort werden Ertragseinbußen nicht mehr ausgeschlossen, da nennenswerte Niederschläge nicht in Sicht sind. Solange es nicht regnet, dürften die Notierungen fest gestimmt bleiben. An der Euronext gibt es am Donnerstag (30. April 2026) hohe Verluste, nach den Ausschlägen in den vergangenen Tagen. Der neue Frontmonat August verliert um 5,25 auf 516,25 €/t.  Der Sojabohnenmarkt zeigt sich in den USA fest gestimmt. Das wirkt sich auch auf die Schrotkurse aus. Das Rapsschrot ab Mannheim ist mit 304 €/t zur prompten Lieferungen hochpreisig.

EU könnte als Exporteur einspringen

In den USA gibt es in den Anbaugebieten große Probleme wegen der anhaltenden Trockenheit, vor allem zur Aussaat von Sojabohnen und Mais. Die Bewertungen beim Winterweizen werden immer mehr herabgestuft. Dies könnte auf eine kleinere Weizenernte hindeuten. Damit könnten die EU-Länder als Exporteur für die afrikanischen Länder einspringen. Derzeit stockt der weltweite Weizenhandel. Die Käuferländer hoffen auf ein Ende des Iran-Konfliktes, sodass die Preise dann wieder sinken könnten.