Die Zahl der ASP-Nachweise in Deutschland ist zuletzt deutlich gesunken. Foto: Archiv

| Markus Wolf

Wachsam bleiben

Das Geschehen rund um die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland hat sich zum Ende des Jahres 2025 entspannt. Hoffnung für das neue Jahr.

Nach hohen Fallzahlen zu Jahresbeginn 2025 hat sich das Geschehen im weiteren Verlauf deutlich beruhigt. Besonders im 3. und 4. Quartal zeigte sich ein klarer Abwärtstrend, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) unter Verweis auf Daten des Tierseuchen-Informationssystems (TSIS). Demnach kam es im vorigen Jahr zu 1.994 bestätigten ASP-Fällen. Gut 80 Prozent der bestätigten Infektionen (1.623) entfällt auf das erste Halbjahr. Im 3. Quartal wurden nur noch 224 Fälle registriert, im 4. Quartal bislang lediglich 147. Die ISN wertet den Rückgang als positives Signal für die Bekämpfung der ASP in Deutschland. Besonders erfreulich: Die ASP schaffte es nicht in schweinehaltende Betriebe. Die ISN wertet das als Zeichen dafür, dass die Biosicherheitsmaßnahmen auf den Betrieben greifen.

Regionaler Schwerpunkt Hessen

Besonders betroffen von der ASP war zuletzt Hessen. Das Bundesland verzeichnete 2025 gut 1.600 nachgewiesene ASP-Fälle. Seit Mai hat sich die Lage auch dort zunehmend entspannt, wobei fortgesetzt vereinzelt Infektionen auftreten. In Nordrhein-Westfalen kam es Mitte Juni im Kreis Olpe zu einem Ausbruch, der die Zahlen kurzzeitig steigen ließ. Insgesamt verzeichnete NRW 2025 289 Fälle von ASP.

Restriktionszonen verkleinert

In anderen Bundesländern wie Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist die Lage inzwischen ruhig: Brandenburg und Rheinland-Pfalz meldeten 2025 jeweils nur 17 Fälle (letzter Nachweis im September), in Baden-Württemberg gab es 26 Fälle (letzter Fall im Juli) und in Sachsen lediglich einen einzigen ASP-Fall im Februar. In vielen Regionen konnten daher die Restriktionszonen bereits verkleinert oder aufgehoben werden.

Fortgesetztes Eintragsrisiko

Mit Verweis auf das anhaltende ASP-Geschehen in den europäischen Nachbarländern (insbesondere Spanien) warnt die ISN vor dem Risiko einer Einschleppung des Erregers. Alle Betriebe seien aufgerufen, auf eine hohe Hygiene in ihrem Betrieb achten, konsequent Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und höchste Vorsicht walten lassen. Nur so könne die positive Entwicklung des vergangenen Jahres auch 2026 fortgesetzt werden.