Nachdem am Montag noch die Furcht vor einer Eskalation des Irankriegs die Märkte im Griff hatte, sorgen Berichte über eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und Iran für Aufatmen an den Börsen weltweit. Zudem will der Iran offenbar die für den Schiffsverkehr immens wichtige Straße von Hormus für ebenfalls zwei Wochen öffnen, wie der Online-Dienst faz.net berichtet. Die USA und der Iran wollen sich in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu Verhandlungen treffen.
Marktteilnehmer begründen den Schritt zu Verhandlungen vor allem mit Druck aus China. Das Land ist fast vollkommen von Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten abhängig. Die deutsche Bundesregierung begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe. Sie dankt Pakistan für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung. Ziel müsse nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies würde sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen, so Merz.
Am Rohölmarkt brachen die Preise am Mittwoch (8. April 2026) stark ein. Nordseeöl der Sorte Brent startete mit einem Minus von 18 Prozent in den Handel, der Preis für das Fass Rohöl (159 l) fiel um 19 auf 90 US-$/Barrel. Im Laufe des Tages notierte der für Europa wichtige Energieträger wieder höher bei 92,56 US-$/Barrel, zum Vortag ist das ein Minus von rund 12 Prozent. Der Preis für die US-Sorte WTI verliert zeitweise 18,05 Prozent auf 92,56 US-€/Barrel. Derweil zeigen sich die Aktienmärkte kräftig erholt: Die Börsen in Fernost verbuchten Kurssprünge in Reaktion auf die Waffenruhe zwischen Iran und USA und auch an den Aktienmärkten in Europa feiern die Anleger die Feuerpause und die fallenden Ölpreise.
Raps verliert 12,50 €/t
Für die Rapsnotierungen am Terminmarkt in Paris sind das keine guten Vorzeichen. Wie befürchtet, haben die Kontrakte sowohl für die alte als auch für die neue Ernte am Mittwoch erhebliche Verluste von 10 bis 20 €/t eingefahren. Am Nachmittag verlor der Frontmonat Mai an der Euronext um 12,50 auf 193,50 €/t gegenüber Dienstag. Der Kontrakt zur Lieferung im August 2026 gibt um 11,50 auf 489,25 €/t nach.
